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Heu ist nicht gleich Heu

Kaninchen verfügen über einen Stopfmagen, der für eine funktionierende Verdauung permanent gefüllt werden muss.

Dies erklärt, warum Kaninchen ständig Nahrung aufnehmen. Bedingt durch den Stopfmagen verlieren Kaninchen meist bei der Nahrungsaufnahme auch ihre Ausscheidungen. Neben den normalen Kotkügelchen scheiden Kaninchen den sogenannten Blinddarmkot aus, der direkt vom After aufgenommen wird und lebenswichtige Vitamine enthält. Bei energiereicher Kost oder Befall von Hefen und/oder Kokzidien zeigt sich ein vermehrtes Auftreten von Blinddarmkot.

Das Heu sollte permanent für die Kaninchen zur Verfügung stehen. Die Verdauung der Kaninchen richtet sich nicht nach menschlichen Zeitplänen, daher sollte Heu nicht dosiert gereicht werden. Durch seinen hohen Rohfasergehalt sorgt es für eine gute Verdauung und fördert optimal den Zahnabrieb der Backenzähne.

Zu diesen Zwecken sollte das Heu bestenfalls langfaserig sein und unterschiedlich grobe Strukturen aufweisen.

Auch Kräuter, die auf eine natürlich gewachsene Wiese hindeuten, sollten vorhanden sein. Heu sollte nicht feucht oder gar muffelig riechen und auch keine braunen oder schwarzen Stellen aufweisen.

Lose verpacktes Heu ist für uns Kaninchenhalter komfortabler, da wir leichter die entsprechende Menge entnehmen können. Dafür ist dieses Heu auch teurer, da der Arbeitsaufwand bei der Herstellung auf die Abfüllmenge gesehen, deutlich höher ist.

Günstiges Heu gibt es somit eher in Ballenform unterschiedlicher Größe und Gewichtsklasse. Es gibt halbe Ballen bereits mit 5 kg, üblich sind aber 10- 20 kg Ballen. Wer einen hohen Verbrauch an Heu hat, lässt sich sicherlich auch vom Bauern des Vertrauens einen Rundballen mit bis zu 250 kg aufs Grundstück liefern.

Unsere Kaninchen haben bei Heu oft ihren eigenen Geschmack. Heu, das unsere Herzen höher schlagen lässt, muss bei unseren Lieblingen nicht zwingend gut ankommen. Unter Umständen müssen Sie lange suchen, um das Heu zu finden, das ihren Kaninchen am besten mundet.

Zu beachten ist aber auch hier: Jede Heuernte fällt anders aus. Es ist unmöglich eine durchweg gleich bleibende Qualität über Jahre hinweg zu gewährleisten.

Hat es während der Ernte geregnet, ist die Heuernte verdorben.
War es während der Wuchszeit zu trocken?
Wurde die Ernte aufgrund der schlechten Witterung zu spät eingeholt?

Es gibt sehr viele Faktoren, die entscheidend für eine gute Heuernte sind, darum ist es immer sinnvoll, verschiedene Heuanbieter zu kennen, um seinen Kaninchen dauerhaft schmackhaftes Heu anbieten zu können.

Da Heu schnell die Gerüche der Umgebung aufnimmt, sollte das Heu, das ohne Heuraufe in die Kaninchenklos gelegt wird, täglich morgens und abends erneuert und ausgetauscht werden.

Andererseits kann man aromaarmes Heu wunderbar mit duftenden, getrockneten Blüten oder Kräutern aufwerten und so seinen Kaninchen eine besondere Abwechslung anbieten.

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